Hier stellen sich FM Kompakt Leser vor........ihre Erinnerungen........ihr Werdegang...........Bezug zum Hobby "Radio" heutzutage.........

 

Barbara Göttler, März 2020:

Hallo, habe heute zwei Fotos, die mich in vergangene Zeiten versetzt haben. Ich war damals ein unheimlicher Fan von Brenner 104. Oft habe ich in der Sendung angerufen, mein Höhepunkt war dann einmal dort ein Besuch. Nach der Sendung dann mit Berni, Waldemar und Axel noch in einem Lokal in Sterzing gesessen. Für mich unvergeßlich, tolle Stunden und Zeiten mit super Erinnerungen.Habe tatsächlich nach vielen Jahren mal im Netz gesucht und etwas gefunden (FMK) laughing

ganz viele liebe Grüße
 
Barbara Göttler

vlnr: Bernd Kühl - Axel Ricken - Waldemar Müller - Barbara Göttler


Axel hat die Bilder signiert und erinnert sich noch heute an Barbaras Besuch

Michael Wundrak aus Neumarkt-St. Veit - Oberbayern
 
Heutzutage unvorstellbar - Michael, einst Südtirol 1 Fan, schickt 1988 von seinem Empfangsort (Neumarkt- St. Veit) 3,5 Kilo Gummibärchen an Bernd Kühl, Waldemar Müller und Co......Zugleich gratuliert er Waldemar zum 70. Geburtstag. Michael hatte für den Empfang in seinem Garten eine Antenne aufgebaut, die von der Größe mit der Südtirol 1-Antenne auf der Flatsch vergleichbar war ?
 
https://fmkompakt.de/Wundrak_1.jpg
 
 
 
 
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Wilfried Piok, Willy aus Südtirol

Im Jahr 2019 lernte ich den sympathischen Wilfried Piok kennen. Er schrieb mir diese Zeilen.....

Hallo,
 
ich bin zufällig auf FM Kompakt gestoßen. Was für eine faszinierende Radiozeit!
Mein Name ist Wilfried (Willy) Piok, ich bin 1967 in Brixen/Südtirol geboren. Schon als „junger Jugendlicher“ haben mich Sendeanlagen (Privates Radio fing da ja bei uns an cool) sehr interessiert! In der Schule haben wir dann Radio Eisack in Klausen besucht,, später mit etwa 13 Jahren bekam ich ein Telefunken Radio geschenkt, die Endlosansagen  „Technische Versuchssendung von Radio S3!!! von Willy Vontavon werd ich nie vergessen.

Ich kannte die Stimme ja bereits von Radio Eisack her. Das war dann „unser Sender“ in Brixen“! Zwischen 20Uhr u. 21 Uhr lief der Radioclub, Wunschsendung für uns, man konnte direkt im Studio anrufen. Oder wie ich das öfters erfolgreich machte: Direkt in die Bahnhofstrasse zu S3, Klingel drücken und warten. Meistens hörte man die nette Stimme von Willy, es war ja sein Elternhaus, aus der Spechanlage: Willy komm hoch!! Bevor ich grüssen konnte sagte er: Hallo Willy, ich zurück: Hallo Willy!!! wink

Ich / wir gaben unsere Wünsche ab und warteten abends fieberhaft auf die Ansagen/ Songs auf den Wellen von Radio S3, die spielten sogar Rock !!!.

https://fmkompakt.de/piok5.jpg

Der ehemalige, erste Umsetzer von Radio S3 beim Ramuserhof

Ich hatte ein Mono-Tonspulengerät bekommen und schnitt die Songs und Sendungen via Mikrofon öfters mit. Die Zeit ging weiter, das Thema Sender beschäftigte mich aber noch, ich wollte unbedingt auch einen eigenen (kleinen)  Sender. Inunseren Buchläden schaute ich mich nach Elektronikbastelbüchern um, es gab da einige. Da aber alle deutschsprachigen Werkbücher aus Deutschland kamen (Südtirol/ Zweisprachigkeit) konnte ich keine Senderbeschreibungen/ Schaltpläne für Radio Sender etc. finden. In Deutschland war das ja nicht erlaubt!

Durch meinen Schulbesuch ab 1981 in Bozen wurde ich auf einen kleinen Elektroladen in der Rauschertorgasse aufmerksam, dort gab es Bausätze von / auch Sendern im UKW Bereich. Ich baute einige , allerdings mit mäßigem Erfolg.

Ab ca.1985 spielte ich Gitarre in einer Band und wir brauchten einen Sänger, in Albert Dejaco fanden wir ihn. Albert war Moderator bei S3, weshalb ich auch sehr oft in den Studios von S3 war (Charly Mazzag fand das nicht immer so ok). Ich kann mich noch gut erinnern wie es im Dachgeschoss ausgeschaut hat! Nach der Schließung von S3 fand Albert eine neue Anstellung bei Radio Holiday in Bruneck, wo er bis heute moderiert!

Das Thema Sender kam wieder hoch. Inzwischen zogen wir nach Neustift  um, ich bastelte wieder. Durch meine Arbeit in der Mechanikabteilung einer Firma für Messgeräteherstellung hatte ich Kontakte zu Elektronikern und auch zu einem Techniker, Sepp aus Klausen. Er schenkte mir das Buch „Rothammels Antennenbuch“. Jetzt verstand ich warum, unter anderem, meine Basteleien keine Reichweite hatten!

Nach etlichen Fehlschlägen und unzähligen Endstufentransistorsterben funktionierte nun MEIN Sender. Von einem Bausatz aus ca. 1983 aufgebaut, mit einer etwa 1W Endstufe, abgestrahlt von einer selbstgebauten 3 Element Antenne vom Dach meines Elternhauses hoch oben über Neustift war endlich ein Erfolg da. Ich mußte erheblich mit Frequenzdriftungen kämpfen, mein Sender war ja frei schwingend. Doch ich bekam die Sache in den Griff und lernte: Für grosse Reichweite ist eine gute Antenne und keine Störung wichtig. Der Sender war, wenn die Antenne gegen Süden gerichtet war, bei freier Frequenz, bis etwa Schrambach zu empfangen (ca8km)!!! Ich hatte eine Riesenfreude mit dem Ergebnis. Über den Sender liefen meine Lieblingslieder, CD war da neu, auch moderierte ich ab und zu mal was. Ab und zu kamen politische Themen, dann wieder das Endlosband..... Und dann, ich kam zum Mittagsessen heim, mein Sender lief nicht, er war abgeschaltet. Mein Vater wusste wieso: Er sah morgens zum Fenster, und entdeckte einen Wagen mit einer Antenne. Zwei Herren zeigten mit Fingern auf meine 3 Element Yagi über unserem Hausdach!  Mein Vater verstand was da notwendig war. Er schaltete sofort meinen Sender aus, kurz darauf klingelte es an der Haustüre. Die Herren waren von der RAS, ich störte irgendwo Radio Ö3, mein Sender hatte ja keine Filter (Ahnung innocent) …! Die Herren waren sehr nett, sagten zu meinem Vater, sie würden es sehr begrüßen dass Jugendliche solche Basteleien machen, aber doch bitte nicht im UKW Bereich !!

Der stolze Willy vor seiner Sendeanlage

Ich wollte aber weiter basteln, ein eigener Fernsehumsetzer war meine nächste Herausforderung!

Ich hatte erfahren, dass jemand unterhalb Kreuztal / Plose (Solarbetrieben) bei Rutzenberg den Sender SRF 1 (RAS) vom Penegal empfing und über Sarns im VHF Band über Brixen sendete!  Ich bastelte mit Kanalmodulen aus alten Empfangsteilen (danke Sepp) für Großempfangsanlagen (Kondominiumen) einen Sender. Dieser sendete dann SRF 1 vom Balkon eines Bauernhofs, Nähe Autobahnraststätte Vahrn, mit einer 20 Element Antenne auf Kanal 25 übers Tal mit etwa 20mW nach Neustift. Der Sender war perfekt empfangbar. Und wieder war die Freude groß!

Leider musste man für meinen Sender eine extra Antenne (mit allen Nebenwirkungen) montieren, doch ich suchte nach Lösungen! Oberhalb Neustift, beim „ Wetterkreuz“ dann der ideale Senderstandort. Alle Fernsehantennen Neustifts und teilweise Vahrns zielten, vorbei an meiner, zur Plose! Aber ich hatte keinen Strom, doch die Sonne half! Ich baute eine kleine, solarbertriebene Sendestation mit der ich SRF1, auch ARD und ein Satellitenprogramm über Neustift verbreitete. Der absolute Hammer: Eines Samstags abends, nach einem heftigen Gewitter, fiel der Strom oberhalb St.Andrä aus, die gesamten Anlagen der RAS u. RAI / Mediasat (Canale5/Italia1 in St Leonhard) fielen aus, man konnte nur MEINEN Sender empfangen, sonst ging nichts, das habe ich sehr genossen! laughing

Satellitenantennen waren damals noch wenig verbreitet, ich sendete mit meinem Kathrein Receiver zu meiner Anlage hoch und verteilte diverse Programme, besonders Samstag Spätabends wurden die „Heimatfilme“ von RTL und Sat 1  gerne über meinen Sender angeschaut! Ich lernte damals sehr viel dazu, auch über Energieausnützung und Speicherung im Solarbetrieb, mein Feind war damals Stromverbrauch zu  Endstufe etc…! Damals kosteten Solarmodule sehr viel Geld, bei Conrad in München musste man für ein 50W Panel etwa 400 D-Mark bezahlen. 1993 am Faschingsdienstag vormittags gegen 11 UHR (wurde beobachtet) hat jemand die Solarpanele meines Senders abgebaut und gestohlen! Ich war derart enttäuscht, dass ich die Anlage komplett abgebaut habe.

Den Radiosender hab ich als Erinnerung immer noch im Keller liegen, ich denke immer mal wieder gerne an die bewegte Zeit von damals zurück. Ab und zu laufe ich Willy Vontavon über den Weg, ich grüße ihn wie früher:

Hallo Willy!, und er ruft lachend zurück, Hallo Willy  !!

Treffen im September 2019 in Brixen - Willy und Thomas von FMK

Fotos Copyright Willy Piok


Harald aus Nürnberg

Zum Jahreswechsel 2019/2020 erhielt ich von Harald aus Nürnberg folgende Zeilen. Es ist immer wieder eine Freude, dass es noch Radiofans gibt, die sich genau so gerne an die Südtiroler-Radiozeiten, wie ich erinnere.....

Hallo FMK-Team,

hier meldet sich ein alter Radio-Freak aus Nürnberg, der die damalige Zeit live mitverfolgen konnte. Begonnen hat das Ganze Mitte Juni 1983. Damals war ich zur stationären Kur oberhalb von Ansbach untergebracht. Wir durften den ganzen Tag nichts tun, als zu ruhen. Zum Glück hatte ich mein Koffer-Radio dabei. Somit konnte man wenigstens die langweiligen Sendungen vom BR hören. An einem Tag, Mitte Juni, ab es aus irgendeinem Grund laufend Störungen im Äther, so dass ich die Frequenzskala durchsuchte. Auf 107,7 MHz wurde ich fündig! Hier war tolle Musik, anders als beim BR , zu hören. Der Empfang war glockenklar, allerdings ohne Feldstärke-Anzeige.

Das machte mich damals stutzig.  Deshalb blieb ich auf dieser Frequenz. Nach ca. 1 Stunde wurde die Enlos-Musik unterbrochen, mit der Ansage: "Hier ist Radio Bavaria  International, wir senden auf 104,7 Mhz.  Die ist eine Versuchsendung".  Danach war wieder die tolle Musik zu hören. So ging es den ganzen Tag fort, unterbrochen mit Kurz-Durchsagen. Nach einigen Tagen änderte sich die Durchsagen. Es wurde angekündigt, daß in Kürze das volle Programm  aufgenommen werde. So konnte ich einen tollen Sender hören. Meine Mitpatienten wurden natürlich auch aufmerksam und ich stellte sämtliche Radios in der Klinik auf diese Frequenz ein, natürlich mit Zustimmung  des Personals. Das war der Beginn einer neuen Ära. Mit der Zeit habe ich natürlich herausbekommen,  wer sich dahinter verbirgt.  Allerdings waren diese Sendungen  von  diversen Störungen begleitet. Blitzschläge, Stromausfälle usw.      Im August 1983  gab es plötzliche eine  Änderung im Namen, nachdem wieder einmal ein Senderausfall stattgefunden  hatte. Man nannte sich nun Radio M1. So ging es weiter bis Mitte September 1983, dann war auf einmal Schluß.    Zwischenzeitlich hatte ich meine Kur beendet und war  wieder zu Hause. Dort versuchte ich mein Glück  mit diesem Sender immer wieder. Ab und zu war mal was zu hören,  aber nie lange.  Da bin der Sache auf den Grund gegangen und habe einen Besuch in dem M1 Studio in München gemacht.  Dort hat man mich sehr freundlich empfangen, zeigte mir die Studios und wollten natürlich wissen, wie ich auf ihren Sender  kam.  Es war von den dortigen Leuten gar nicht vorgesehen, daß außerhalb von München – also weiter nördlich diese Sendungen zu empfangen waren. Über den Grund, weshalb  z.Zt. keine Sendungen  zu empfangen waren, gaben die Macher sich sehr zugeknöpft. Sie ließen nur durchblicken, daß technische Probleme da wären, aber man in Kürze wieder on Air wäre.  Diese Auskünfte habe ich damals  von “Mister Hochfrequenz – Walter Mayer - erhalten. Da wußte ich natürlich die ganzen Hintergründe nicht, wie jetzt. Es gab ja kein Internet. Über den Medien  (Zeitungen, Gong ect.)  wurde auch nur spärlich berichtet. So gingen die Monate ins Land.  1984  war plötzlich wieder Aktivität auf dieser Frequenz – allerdings  nur vorerst  ein Träger. Ich hatte mir zwischenzeitlich meine Empfangmöglichkeiten verbessert. Auf dem Dach befand sich eine 12 Element – Richtfunk  UKW Antenne mit Rotor. Außerdem hatte ich von einem befreundeten Fernsehtechniker    Vor-, Hauptverstärker  und Rauschunterdrücker installieren lassen, damit ich mögliche Radio-Sender besser empfangen kann.  Dies war dann auch so.  
Im September 1984  habe ich meinen Urlaub nach Südtirol  verlegt, um näher an den dortigen  Geschehnissen  zu sein.  Besuchte diverse Radiostation, auch Radio Brenner in Sterzing.  Habe die Zirogalm mit meinem Auto bis zur Enzianhütte erklommen und bin dann weiter  den Berg hinauf  gestiegen.  Dort habe ich u.a. kleine “ Almhütten”  mit Antennen vor und dahinter vorgefunden.  Dieselmotoren ratterten im Freien – somit die ganze Rundfunk-Freiheit  erlebt. Die Flatsch mit der Sendeanlage von Radio Brenner begutachtet. Da waren Aufbauarbeiten  an einem Stahlcontainer zu sehen. Diverse Sendezuleitungen lagen herum.  Das Ganze sah schon etwas chaotisch aus . Auch bin ich auf das Hühnerspiel  hinauf gestiegen.  Dort konnte ich mir die Sendeanlage von Radio C  und und die Natostation  von außen ansehen. Allerdings machte mir  der Wettergott  beim Schwarzenstein 3mal  einen Strich durch die Rechnung.  Ich versuchte dort oben hinauf zu kommen, leider zog immer wieder eine Gewitterfront  vom Norden und Westen heran. So war es halt nix.  Aber ich war auch so mit meiner Ausbeute zu frieden. Zuhause wieder angekommen, nahm ich Verbindung mit  der Dolomiten-Zeitung in Bozen auf und bekam immer wieder entsprechende Zeitungen zugesandt, wo Berichte vom Schwarzenstein  drin standen.  Zwischenzeitlich  war dann  Radio Südtirol 1  on Air. So konnte ich mit meiner Empfangs-Anlage diverse Mitschnitte auf Kassette machen. Ist heute noch ein schönes Andenken an diese Zeit.  Im Dezember 2019 habe ich im MM  einen Bericht über Radio-Bavaria-International  gelesen, wonach  Jürgen von Wedel  über Internet seinen Sender anläßlich des 40 Jährige Jubiläum als Webradio wieder starten würde.  Da wurde ich natürlich hellhörig. Und so  bin ich auf diverse  Berichte aus der damaligen Zeit gestoßen, die für mich mitunter ziemlich neu  waren.             
 
Viele Grüße, Harald aus Nürnberg       

Bianka und Stephan aus Augsburg:

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Willi Zwingmann