Frank Dignaß war DIE markante Stimme bei Radio Regional (heute Radio TON) in Heilbronn. Über viele Jahre war Frank die prägende Stationvoice. Erinnerungen an seine Radio-Laufbahn und heutigen Aktivitäten gibt es hier

Das waren noch Zeiten..... Frank Dignaß - The Voice von Radio Ton Regional Heilbronn on Air - Präsentation des Senders innerhalb der Zeitschrift "DAB-Display Mai`97"

 


 

FMK-Radioarchiv  :


Mitschnitt der Gala "1. Geburtstag von Radio Regional" Heilbronn (heute Radio Ton) in der ausverkauften Stadthalle in Öhringen. Der Abend wurde von Frank Dignaß moderiert. Musikalische Gäste waren Joy Fleming, Das Medium Terzett und FANCY. Die Gala wurde live bei Radio Regional übertragen. Der Mitschnitt stammt vom 25. November 1988 - danke an Frank Dignaß und Jürgen Frahne - einst über viele Jahre die beliebtesten Moderatoren in Baden Württemberg . Leider sind die beiden schon lange nicht mehr on Air...

Radio-Nostalgie: Frank Dignaß / Radio Regional/Radio TON Heilbronn wurde während der Live Sendung von Thomas Gottschalk UND der eigenen Ehefrau auf die Schippe genommen. Ausschnitt aus Gottschalks Hausparty (Herbst 1997): 


Am 10.07.2015 gab es einen "kleinen Radiostammtisch" im Barfüsser Heilbronn. Die beiden Heilbronner Privatradio-Legenden Frank Dignaß und Jürgen Frahne erzählten uns 6 (!) Stunden ihre Radio-Erinnerungen und wir haben Tränen gelacht. Ein tolles Team, die Beiden ! Jürgen und Frank könnten Bücher schreiben, über das, was sie erlebt haben. Vielen Dank für diesen tollen Abend !

  
 
 
 
 

Frank Dignaß - The Voice von Radio Regional Heilbronn - zitierte FMK gegenüber im Juni 2015 folgenden Text.....

 

PRIVATRADIOS AM SCHEIDEWEG ?

 

Auszüge aus einem veröffentlichten Interview einer Radiomoderatorin, die es dann leider wieder gelassen hat.
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".....Es war mir verboten über Musik zu sprechen. Als Moderatorin durfte ich mich nicht einbringen.........Mittlerweile geht es nur noch um Staumeldungen, Wetter und heisse Luft-Moderationen...."
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Die Folgen von Beratern, die dem Radio jegliche Emotionalität nehmen und mit vollig antiquierter Herangehensweise am Hörer vorbei beraten.
Programmleiter, ohne Ideen, Mut und Kreativität sind nur noch deren Marionetten und verstecken sich gerne hinter dem Schutzschild "Berater".

 

"Linercards" sparen sicher im ersten Moment marktübliche Gehälter aber die ständig sinkenden Hörerzahlen werden sich nicht mehr lange der werbetreibenden Wirtschaft erklären lassen. Es nur auf die veränderte Mediennutzung zu schieben (mehr webradios usw.), erscheint mir zu einfach.
Dabei ist es kein Hexenwerk ein hörbares, erfolgreiches Programm zu machen!

Werden eigentlich die Sekundenpreise der einzelnen Sender die ständig verlieren, z.B. minus 15 % Hörer (laut MA keine Seltenheit) auch um diesen Prozentsatz gesenkt ?

Traurige Realität.......und vieles erklärend...... via Frank Dignaß


 

Der beste Mix/noch mehr Abwechslung...?


Seit Wochen wird bei radioforen.de dieses spannende Thema heißdiskutiert. Mitlesen empfohlen - darüber nachdenken sinnvoll und daran beteiligen würd mich freuen laughing Der Thread wurde übrigens von Frank Dignaß eröffnet - Frank ist Pionier des Privatradio in Baden Württemberg, hat damals Radio Regional (heute Radio Ton) erfolgreich mit aufgebaut hat und war 14 Jahre dort aktiv.

 


Innerhalb des Medienportals Radiowoche wurde am 22.08.2015 folgender Text von Frank Dignaß veröffentlicht :

 

Frank Dignaß: Das „Auf“ und „Ab“ des deutschen Privatradios

 

 

Sind wir mal ehrlich, 2 mal im Jahr feiert sich die Radiobranche, wie gut man wieder bei der MA abgeschnitten hat. Da werden Zahlen kommuniziert, die sicher beim ein oder anderen ein gewisses Kopfschütteln auslöst. Auf einmal liest man, dass z.B. 300 000 Hörer den jeweiligen Sender kennen. Aha, soviel kennen also den Sender – aber sie hören ihn nicht!

Werden da nicht immer wieder viele/alle für dumm verkauft? Zumindest die werbetreibende Wirtschaft bzw. deren Werbeagenturen sollten da mal genauer hinschauen, besser, genauer nachfragen.

Ok, die großen landesweiten Sender haben über die Jahre gesehen stabile Hörerzahlen die immer wieder Schwankungen unterliegen. Wenn man da ab und an im Programm nachjustiert kriegt man das hin. Aber was ist mit den vielen Regional- bzw. Lokalsendern? Hier sprechen wir nicht mehr von geringen Schwankungen. Zum Teil sind es erdrutschartige Verluste (siehe MA 2015 I+II), die sich eben kaum noch dem Werbekunden erklären lassen.
Hört man dann in die verschiedenen Programme rein, wundert man sich wirklich nicht mehr.

Ein Einheitsbrei an Musik, Linercards, die vom Moderator/in lustlos und ohne jeglicher Emotion herunter geleiert werden, und Humor sowie ewiges „Lustig sein“ in unzähligen Morningshows, die schon lange keine Shows mehr sind.
Dazu wird die Waffe des Lokalradios, nämlich Regionalität, nicht genutzt. 3 Meldungen in den Nachrichten zur halben Stunde ist einfach zu wenig. Regionalität ist so viel mehr.

Ich habe meinen Jungmoderatoren (auch den erfahrenen Mods) immer gesagt: „……Ihr seid keine Komiker. Der Hörer muss sich nicht bei jedem Satz, den ihr von euch gebt, vor lachen auf die Schenkel klopfen. Wenn ihr es schafft, dass der Hörer mit euch gerne mal ne Tasse Kaffee trinken möchte, dann habt ihr viel erreicht…..“

Phil Collins, Tina Turner, Queen etc. – ich habe sie so gerne gehört. Deutschlands Privatradios haben es geschafft, dass ich „In the air tonight“, „simply the best“ und „radio gaga“ wirklich nicht mehr hören kann. Und liebe Radiomacher, das geht euren Hörern genau so. 500 Titel in der Rotation, oft über Jahre, sind einfach ein bisschen wenig. Bei 10 – 12 Titel pro Stunde ist eine Abwechslung bzw. Vielfalt nicht machbar. Auch wenn die Moderatoren es immer wieder predigen müssen, der Hörer ist jetzt nicht ganz blöd.

Die Frage muss erlaubt sein: Warum Berater?
Ich kenne Berater die saßen kaum vorm Mikrofon, vielleicht mal irgendwann als Sidekick, aber mehr dann auch nicht. Erzählen immer wieder etwas von Marktforschung bzw. Musiktests, die unbedingt gemacht werden müssen etc.
Ein Kardinalfehler!!. Radio, vor allem die Hörer kann man nicht berechnen wie man immer wieder in den MA’s sieht. Außerdem gibt es genug Alternativen in der heutigen Medienwelt. Umso mehr kann das Radio hier seine Stärken ausspielen und tut es nicht. Die öffentlich-rechtlichen Radios haben viel von den „Privaten“ gelernt und dies weiter ausgebaut. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Bitte jetzt nicht die fehlenden finanziellen Möglichkeiten als Ausrede. Viele Berater nehmen den Moderatoren und somit dem Radio jede Emotionalität sowie Kreativität. Die MA-Zahlen sprechen für sich.

Immer wieder wird das Wochenende sträflich vernachlässigt. Gerade am Wochenende gilt es, die Hörer für die kommende Woche zu binden. Viele Regional- und Lokalsender haben gerade am Samstag exorbitant hohe Hörerzahlen/Stunde die dann sonntags weg brechen. Der Hörer findet nicht was er sucht und schaltet um. Dieser Hörer ist erstmal verloren und kommt vielleicht erst wieder mittwochs oder Donnerstag zurück. Also wer immer wieder sagt, das Wochenende kann man vernachlässigen liegt sicher falsch!

Mit dem Honorar der Berater lässt sich viel effektiver arbeiten und die eigenen Mitarbeiter, die man doch fürs Programm eingestellt hat, sind wieder richtig motiviert. Damit meine ich den Programmchef bis hin zum Praktikanten.

Ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall über die Stärken des Privatradios nachzudenken. Es gibt so viel Potential.

Herzlichst
Ihr Frank Dignaß

Frank Dignaß war einer von 3 Pionieren des Privatradios in Baden Württemberg innerhalb der Projektgruppe „Hörfunk“ der Tageszeitung Heilbronner Stimme. Dignaß war zuständig für den Bereich Unterhaltung inkl. Aufbau des Musikarchivs, Programmentwicklung sowie Schulung der Moderatoren. Er moderierte die Morgenshow, später den Vormittag und Nachmittag bei Radio Ton in Heilbronn. Insgesamt arbeitete er 14 Jahre lang für den Sender.

Die Hörer von Radio Ton wählten Frank Dignaß 2013 (rund 10 Jahre nach seinem Abschied vom Radio) anlässlich des 25. Geburtstag von Radio Ton, zum beliebtesten Moderator. Trotz seiner Verabschiedung vom Radio verfolgt er immer noch kritisch die deutsche Radiolandschaft.

 

 

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